Blog 2026

Es geht wieder nach Norwegen. Helgelandskusten, Lofoten, Västeralen, Troms, Svartisengletscher, Lyngen Alps, Kvaenangen und natürlich Kafjord stehen auf dem Programm. Wer noch mitsegeln möchte kann das gerne tun. Nur Anhänger der AFD und ähnlichem Gedankengut sind natürlich auch weiterhin an Bord nicht willkommen!

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Kommentare

71° Nord 

Die nördlichste Baustelle meines Lebens ist abgeschlossen. Das wird sicherlich auch die nördlichste bleiben, viel mehr geht auch nicht. 

 

www.tufjordbrygge.com

Fast fertig,  noch ein paar kleine Nacharbeiten 

Kalypso meint, I would realy love it,  if you stay in winter 

 

Baustelle 

Wenn ich versuchen würde mit jeder neuen Baustelle eine schönere Aussicht zu bekommen, wäre ich ab jetzt vermutlich arbeitslos. Habe 2 Jungs als motivierte Helfer die Spaß daran haben und Rune übernimmt die Qualitätskontrolle. Der Arme hat ganz schlimme Rückenprobleme.

Es ist unglaublich was die beiden hier alles umtreiben. Siss Marmelade wird am Flughafen in Oslo verkauft und sie hat hier sogar schon erfolgreich Honig gemacht. Damit war sie die nördlichste Bienenzüchterin der Welt. 

Bei der Fischsuppe wurde berichtet, dass es hier sogar einen Wald Zwergbirken gibt und das gute ist, wenn man sich verlaufen hat, braucht man nur aufzustehen. 

Die Sauna ist natürlich mit Ketten am Boden befestigt. Rune hofft,  daß, wenn er jetzt noch schwere Spanngurte darüber macht, sie den Orkanen trotzt. Wenn sie bloß nicht die Wellen hinwegreisen. 

 

Nina sonnt sich 

in der Mitternachtssonne. Letzte Nacht habe ich durchgehend geheitzt, heute ein Sonnenbad auf 71 Grad Nord genommen. 

1 Kilo Heilbutt und 2 große Dorschfilets geschenkt bekommen.

So reich beschenkt vom Leben, wie Jürgen richtig geschrieben hat. 

Siss und Rune 

Wieviel Freundlichkeit und Wärme können Menschen ausstrahlen? 

Mehr gibt es an Sich nicht zu sagen. Sitze mit Rune zum Kaffee und mit Liss in der Küche, wo ich die Reste verdrücke und höre die Geschichten der Insel, so ähnlich wie sie auch Veronika erzählt hat und beschreibt in diesem wunderbaren Buch. Ich werde sozusagen vom ersten Moment umarmt. Veronicia hat es mir prophezeit: they will take care of you. Sind die beiden Kalypso auf meiner Odyssee? 

Ziemlich unpassende Bilder zum Text 

 

Verliebt

es haben sich in der letzten Zeit Gefühle angebahnt und sind immer stärker geworden. So ein Glücksgefühl,  so etwas aufgeregtes über die Schönheit, aber auch so eine Ruhe und Gewissheit dort zu sein wo man sein darf wie man ist, so eine Unangestrengtheit, Leichtigkeit, wo einen fast nichts erschrecken kann. Diese Ruhe, Gewissheit alles wird gut sein. Also lauter wahre, aber auch kitschige Gefühle, das scheint doch Verliebtheit zu sein.  Nirgendwo anders sein zu wollen. Alle Welt scheint freundlich und offen. 

Deshalb bin ich wild entschlossen bei dieser Geliebten zu bleiben. Kann sein eines Tages weißt sie mich ab und wir sind enttäuscht voneinander, was zu Beginn einer Verliebtheit unvorstellbar scheint. Aber die Realität holt einen ja immer ein. 

Ich darf die Hütte in Olderdalen mieten und werde sehen,  wann uns die Realität die rosa Brille herunter reißt. 

Lieber Winfried,
das freut mich sehr, dass Du Dich in so einem paradiesischen Gemütszustand befindest und alles so gut und richtig ist in Deinem Leben gerade. Klingt als seiest Du "angekommen".
Hoffe, dass Du Dir das erhalten kannst!
Viele liebe Grüsse Walle

Liebe Walle und Conni, 

Vielen Dank! Meine neue Geliebte heißt Sapmi und nicht Norwegen, denn in einen Nationalstaat kann ich mich nicht verlieben. Sapmi, das sind die Menschen, die Landschaft,  das ist sogar das raue Wetter bei dem einem jedenfalls nicht langweilig wird. Aber hier draußen, Rolvsöja ist ein der nördlichsten und äußersten Inseln, wird das Wetter im Winter auch schlicht brutal, von dem was ich erzählt bekomme. 

Liebe Grüße 

Hallo Winfried
Ich gönn es Dir so sehr. Halt es fest, so gut es geht.
Liebe Grüsse
Conni

Sturmnacht 

Eine Sturmnacht geht jetzt um 5 Uhr langsam zu Ende. Man merkt es, wenn die Pausen zwischen den Boen, in denen das ganze Boot zittert, größer werden und der Wetterbericht sagt das Selbe. Es geht langsam, sicher noch bis in den späten Vormittag bis sich dann auch der Starkwind langsam legen wird. Manchmal geht das erstaunlich schnell, die Pausen werden schnell viel länger, dann kann es sehr plötzlich vorbei sein. So ist es heute aber nicht.  Für hier trotzdem ein Stürmchen. Schlimm war es nicht. Das Boot im Schutz eines schweren Betonschwimmsteges, keine Wellen, trotzdem unangenehm genug um kaum zu schlafen, aber man ist auch aufgekratz durch den Sturm, der knapp an den 10 Windstärken gekratzt hat.  Am Anfang steht immer die Sorge ob denn die Leinen halten. Wenn eine reißt, muss es die Ersatzleine richten, bis ich wieder eine zweite ausgebracht bekomme nicht ganz einfach, weil mich der Wind zum Glück vom Steg wegtreibt,so ungefähr 1,5 Meter. Ich liege sehr gut, kein Einrucken in die Leinen, was Material und Nerven strapaziert. Zu Beginn immer wieder der Kontrollblick ob nicht irgendwo doch eine scharfe Kante ist, an der sich eine der 7 Leinen durchreiben könnte. Und der Rest ist Gewöhnung an das Vibrieren, die Schräglage und die Geräusche und dann wird es normal.  Mit den Boen ist das wie bei Reinhard Mey, irgend ein Depp bohrt irgendwo immer, das Warten auf das Einsetzen des Schlagbohrers in die Betonwand wird schlimmer als das Bohren selbst. 

Barentswatch.no gibt die maximale Wellenhöhe auf See mit 7.30 m an. 

Jürgen schrieb, dass sich vor 2000 Jahren einer beschwerte: Konntet ihr nicht eine Stunde mit mir wachen, Veronicas Buch hat es ganz wunderbar eine Nacht gemacht! Ein Muss für jede, die den Norden Norwegens erleben möchte. 

Guten Morgen 

Tufjord

Bin um 8.30 Uhr los und bei Siss angemeldet. Sie hat mit ihrem Mann eine alte Fischfabrik und Trankocherei in liebevoller Restaurierung. Die außergewöhnlichste Idee ist das Zeltlager auf dem Dachboden. Ich werde auf Empfehlung von Veronika liebevoll empfangen und überall herum geführt. Die Fischleber wird in Fässern nach oben gebracht und in die hölzernen trichterförmigen Behältnisse entleert, wo sie bedampft wurden. Einen Stock tiefer tropft der Lebertran heraus und wurde in Flaschen abgefüllt um Generationen von Kindern damit zu quälen. Leider kann ich am Pier nicht bleiben, der Sturm, für heute Nacht sind 9 Windstärken angesagt, würde mich an die Pier drücken.  Verlege, nach dem Versprechen morgen wieder zu kommen, da sie es schön fände ein Segelboot am Pier zu haben, nach gegenüber und mache das Boot sturmklar. Saunagang muss also auf morgen verschoben werden. Egal, heute kann ich in Veronicas Welt hinter der Wintersonne eintauchen, an Schlaf ist ab Mitternacht wohl kaum zu denken.  Es tun sich neue Möglichkeiten auf. Falls Veronika einen weiteren Winter auf der Insel verbringen darf, könnte ich auf ihrem Boot in Alta überwintern. Und in Tufjord sollte das Pier erweitert werden.  Es bleibt aufregend, spannend. 

Unterwegs hatte ich einen Minkwal 10 Meter neben dem Boot. Gestern habe ich mich in einen exklusiven Kreis eingereiht, Mitternachtssonne vom nördlichsten Leuchtturm der Welt. 

 

Fruholmen fyr der nördlichste Leuchtturm der Welt. 

Für einen kurzen Moment in meinem Leben bin ich Leuchtturmwärterinassistent, wer hätte das gedacht. Ein magischer Ort. Draußen Minkwale, Seehunde und ein Otterweibchen mit Jungen, die ich leider nicht zu sehen bekomme. Wir teilen unser Brot und alles was meine Kombüse an frischem Obst und Gemüse noch zu bieten hat, findet eine dankbare Abnehmerin. Überall kann ich herumschnüffeln, Maschinenraum und Werkstätten inklusive. Die 1000 Watt Birne der Fressnellinse wird für mich angeschaltet. Leider wird sie im nächsten Jahr durch LED ersetzt, vorbei ist es dann mit dem romantischen warm strahlenden Licht,  ein bläulich kalter Blitz wird es ersetzen. Veronika vornehmliche Gesprächspartner sitzen stets für einen Schnack bereit. 

Waffeln am Sonntag sind tatsächlich Leuchtturwärterinnenpflicht.

Die Teile des alten Stahlturmes liegen auf der Insel verstreut. Auch der von den Deutschen auf dem Rückzug gesprengt. 

Sieht so aus, als könnten wir hier heute die Mitternachtssonne vom nördlichste Leuchtturm der Welt betrachten, exklusiver geht wohl kaum noch. 

 

Hey du, deine Bilder erfrischen, was bei diesen Temperaturen ein Segen ist. Obwohl in Griechenland sind sie um ca. 10 °C niedriger!
Liebe Grüße Sophia

Hey Freund, dein Mut, deine Tatkraft, deine Selbstgenügsamkeit und Selbstgestaltung, deine Neugier, deine vielen Fähigkeiten, dein Grundvertrauen und deine kindliche Freude, dein Beschenktwerden vom Leben und dem, wie du es lebst - ich schau dir bewundernd zu!

Mein lieber Jürgen, 

an weniger schönen Tagen weiß ich,  dass ich nur deine besonderen Kommentare zu lesen brauche, herzlichen Dank dafür. Tatsächlich braucht es vorallem sehr viel Glück um hier sein zu können. Das geht nur bei ruhiger See. Spätestens morgen früh muss ich wieder weg, es kommt stürmischer Wind. 

Fruholmen fyr

Der nördlichste, Leuchtturm der Welt. Rekord 228 Sturmtage im Jahr, Wellenhöhe bis 22 . Ansteuerung nichts für allzu ängstliche. Ich beschließe es zu versuchen. Es gibt nur dieses Wetterfenster und es hat Seenebel. Kaum fest gemacht begrüßt mich eine junge Frau.  Wo kommt die denn her. Ich denke ich muss hier wieder weg, aber nein, ich bin willkommen, das erste Segelboot seit August 25,seit sie hier lebt.  Sie stellt sich mit Veronika vor und es stellt sich heraus,  Veronika Skotnes! Sie hat 3 kleine Videos auf YouTube wie sie auf ihrem Boot alleine hier im Winter lebt und ich habe die geliebt. Im letzten berichtet sie, dass sie auf eine abgeschiedene Insel auf dem abgeschiedenen Leuchtturm überwintern wird und nichts davon berichten wird. Ich habe alle paar Monate geschaut ob es was neues gibt, erst vor ein paar Tagen, aber nein und jetzt steht sie leibhaftig vor mir. Ich kann es kaum fassen. Wir essen zusammen und sie hat so vieles zu erzählen und ein Buch über die Finnmark geschrieben. Auf deutsch erschienen, Veronika Skotnes "Jenseits der Wintersonne"

Akkarfjord

Kurz vor verdens end. Hammerfest südöstlich. 

Unfassbar hier zu leben. Immerhin,  es gibt einen Pub und zu meiner großen Überraschung eine Dusche, wie herrlich! 

Morgen noch ca 25 Seemeilen zum nördlichsten Punkt meiner Reise. 

Arktis 

Bin jetzt in der Arktis angelangt. Habe noch ein Ziel im Norden. Wer es errät wird am5.8. in Tromsö auf ein Glas Wein eingeladen. Jedenfalls ist es nur bei bester wetterlage zu erreichen. 

Nachtrag 

Vom Isfjord bin ich nach Reinfjord vor Anker. Es ist nicht zu einem persönlichen Treffen mit Julie von Valhalla gekommen, wovon ich mir Aussicht auf Arbeit und Bleibe für den Winter erhofft habe.  Da ich mich also nicht willkommen gefühlt habe, bin ich nach Skervoy weiter um dort die zwei stürmischen Regentage zu verbringen. Am 1. habe ich einfach garnichts gemacht, am 2.war es nachmittags wieder trocken, sodass ich eine kleine Wanderung machen konnte. Gestern dann weiter nach Hasvik,am Ende der Welt. Ein scheiß Segeltag. Erst boeig wie die Sau, dann Flaute und bis zu 2 Meter Welle. Am Schluss noch 1,5 Knoten gegenlaufenden Strom. Dann ein wunderbarer Abend, aber ich war zu müde um etwas zu unternehmen und um 8.30 in der Koje. Heute halb 5 aufgestanden in Ruhe gefrühstückt und seit 6.30 auf See. Kein Wölkchen am Himmel, angenehme Segelbedingungen, wenn auch Wind und Strom von Gegenan, aber die Windsteueranlage verrichtet endlich einmal wieder ihre Arbeit. 

Die Windsteueranlage macht die Arbeit:

Links daneben der elektronische Autopilot

Kvaenangen

Traumhafte Bilder wie aus einem Reiseprospekt.
Außer - ist das eine Qualle? aber wenn dann hat sie auch ihre Schönheit.
Liebe Grüße
Claudia

Gelbe Bartqualle, gemeinhin bekannt als Feuerqualle.

Ja Reiseprospekt, vorallem das Selfy 

Jokelefjorden, Isfjorden

Das Traumwetter mit bis zu 18 Grad muss ich nutzen. Es ist schwierig beim Gletscher zu ankern. Ich muss 30 Meter Leine an Land bringen. Als das geschafft ist,  kommen die Boen von der Seite. Hier kann ich nicht übernachten. Auf die andere Seite des Gletscherflusses kann ich auch nicht, weil mein Echolot wegen der vielen Sedimente im Wasser nur Unsinn anzeigt. Also suche ich mir für die Nacht weiter draußen im Fjord einen Platz, was auch nicht ganz einfach ist. 

Bilder morgen Internet zu schlecht 

Gashkamokki, Langnäsvika auf Arnoya, nach Spildra 

Gestern musste ich mich aufraffen die  Wanderung zu machen.  Erst mit dem Beiboot 500 m über den Fjord und dann hoch auf 544 m in 2 km. Musste mich durchkämpfen, aber am Ende wurde es immer einfacher und es hat sich sowas von gelohnt! Beim Abstieg ist dann beinahe das passiert, was nicht passieren darf. Ich bin ausgerutscht und um ein Haar hätte ich mir das Knie verdreht.  Heute früh um 5 habe ich den Dieselfilter gewechselt und dann waren die Fallboen so stark, dass die Kaffeetasse vom Tisch gefallen ist. Segeln dann mit Superspeed an den 10 Knoten gekratzt,  aber sehr anstrengend da extrem boeig. Bis 30 Knoten Wind.  Ach ja, und weil der Wind halt so war bin ich weiter Richtung Norden und bereits im Kvaenangen, jenem Fjord in dem im Winter die Wale kommen und wo ich im letzten Jahr beinahe gearbeitet hätte.  Kontakt zu Julie habe ich heute schon mal aufgenommen, sie kam letzte Nacht, wie im Jahr davor, gerade aus Mexiko an.

Gleich geht's ins Pub, das wird teuer.  Dass es eines gibt ist unglaublich, aber die Briten, die gerade aus Spitzbergen angekommen sind, werden es wohl wissen. 

Segelnder Handwerker 

Habe meine Arbeit hier zur größten Zufriedenheit der Bauherrin abgeschlossen. Lief super und ihr ging es um eine Veranda und nicht um einen Schrank,, meint,  man kann auch mal 5e gerade sein lassen. Solange das Sektglas auf dem Tisch stehen bleibt, ist alles im Wasser.  Naja,  das Gefälle vom Altbau konnte ich nicht weiter führen und habe dann versucht vernünftige Kompromisse zu finden, was bei den durchlaufenden Stufen zu sehen ist. 

Es war eine schöne Arbeit und hat viel Spaß gemacht. 

Und jetzt habe ich Hummeln im Hintern! Früh noch alle Maschinen hier verstauen, bunkern und dann los auf die See, sie lockt. 

Hallo Winfried, das ist aber echt hübsch geworden. Da glaub ich gern, dass die Auftraggeberin zufrieden war!
Jetzt bist Du wohl wieder auf See. Hier ist es wirklich seeeehr heiß. Man muss sich sehr gut überlegen, wann man was macht. Zum Glück hab ich Urlaub, da ist das etwas einfacher.
Liebe Grüße Walle

kaum vorstellbar wie sich 12 Grad anfühlen - wie in der Kältekammer halt - vor allem wenn man sich mit 36 Grad arrangiert.

12 Grad können sich innerhalb von Minuten ganz unterschiedlich anfühlen. Erst arbeite ich mit T-shirt, Hemd und Weste und brauche gleich darauf noch eine Jacke dazu und kaum drückt die Sonne durch, arbeite ich im T-shirt. Morgens und abends im Boot wird allerdings geheizt. Jedenfalls sind mir meine 10 bis 16 Grad in den nächsten Tagen viel lieber als 30 - 40.

Aroya

Langes Wochenende, das Material wird erst am Montag geliefert. Heute nur 3 Fundamente für die 3 Treppenwangen und die Einteilung für den Verandabelag gemacht,  dann sollte der schnell verlegt sein.  

Also mal wieder raus aus dem Hafen und ab nach Aroya. Die Sauna lockt.  Gut für mein Kreuz und bei 10 - 17 Grad auch herrlich und ich kann direkt ins Meer springen.  Fischepflücken unterwegs war auch nötig. Das reicht 4 - 5 Tage.  3 mal Frischfisch und 2 mal Fischbuletten. 3 Sorten erwische ich,  einen Merlin hatte ich noch nie. 

Nettes Erlebnis am Rande.  Heute wollte jemand ein Selfy mit mir machen, da ich in der Zimmerer Kluft war. Noch nicht einmal die Staude (das klassische weiße Hemd) hatte ich an. 

Am Montag geht es also mit dem Boot zur Arbeit. Segelnder Handwerker. 

Olderdalen 

Heute wieder sonnig und 12 Grad. 

Auf dem Weg zurück vom Baumarkt schaue ich mir in Birtavarre die Bootshäuser aus dem 18 Jh. an. Schön zu sehen, wie das Unterdach aus Birkenrinde gemacht wurde. Sie dienten nicht nur als Bootshäuser, sondern auch als Lager für gehandelte Waren bis sie bei ausreichend Schnee mit dem Schlitten zu den entfernter liegenden Gehöften gebracht werden konnten. 

Ich erfahre, dass es hier sehr viele Kven gibt,. Diese sind im 19.Jh. vor einer verheerenden Hungersnot aus Finnland geflohen.  Teilweise nur die Kinder, damit sie eine Zukunft haben. Sie sind mit den Sami gezogen, hierher, weil es hier den Fisch gibt. 

 Und, ich habe jetzt 55 GB Datenvolumen.  Ich kann mir also das Endspiel der Fußball WM,  Deutschland gegen Norwegen, problemlos anschauen. 

schaffa schaffa Heisle baua

Eine Treppe von der Veranda zur Terrasse kommt noch dazu. 

Leider wird das notwendige Material erst am Montag geliefert. Das hält auf, aber sonst läuft es problemlos bisher. 

10 Grad übrigens heute. 

Sommerferien! 

Wünsche allen schöne! 

Ich hingegen habe heute meine erste Arbeit in Norwegen begonnen. Ich habe vollendet, was ein anderer Handwerker stehen gelassen hat, mitsamt seiner erstklassigen Maschinen, deren Akkus über den Winter im Freien natürlich über den Jordan gegangen sind. Es hat sich nun bezahlt gemacht, dass ich meine Maschinen an Bord habe, 4 Sägen, Schiene, Schrauber, Flex und Hobel. Kein Wunder liegt Nina 10 cm tiefer.  Bin jetzt also segelnder Handwerker und arbeite auch in der Zimmererkluft. Werbung kann ja nicht schaden. Das Wetter und die Aussicht von der Baustelle waren heute einfach großartig. Morgen geht es weiter, die Terrasse wird um 2 Meter erweitert.  Leider habe ich zum Feierabend nicht fotografiert wie weit ich damit schon gekommen bin.  Lief super und dann macht das Handwerk halt so richtig Freude. Meine Kreuzschmerzen der letzten Tage werden mir morgen sagen ob es ihnen gut tut oder eher nicht. Aber auch an einer Blase am Fuß merke ich, ich bin alt. Blase hatte ich noch nie. Jedenfalls  Arbeit für die Woche und ausserdem wackelt da noch ein Schloss und die Dachrinne... mal wieder eine alleine stehende Kundin eben. 

Das sieht so aus, wie wenn du dich dort wohlfühlst. Du machst jetzt dort Zwischenstation und segelst noch nördlicher, gell?
Liebe Grüße
P.S. ich hätte hier auch noch ein weiteres Handwerkerprojekt.
Und dank dir ist unser Dach immer noch dicht.

Ich bin halt ein großer Dichter im Land der Dichter und Denker.  Nördlicher wollte ich erst mit Beate und jetzt erst mal südlich in Richtung Helgelandskusten, aber mal sehen, jetzt habe ich erst mal Spaß am Arbeiten. 

Olderdalen 

Fast schon wie nachhause kommen. Ich habe die 6 gestern satt bekommen und es scheint allen geschmeckt zu haben. Bei Pfannkuchen liegt man da immer richtig. 

In der Menueleiste findet ihr "Handwerksprojekte" und da gibt es jetzt endlich auch Bilder zu sehen. 

Heute vormittag ist es kalt und stürmisch, das bessert sich aber heute noch. 

Lieber Winfried,
so viele schöne Erlebnisse und Bilder, die du hier mit uns teilst. Beeindruckend und WUNDERschön.
Vielen lieben Dank an dich dafür --
Ganz besonders die Mitternachtsbilder --
... ich wäre wahrscheinlich total übermüdet, weil ich vor Begeisterung regelmäßig 24h kein Auge zu tun würde --
Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Freude auf deiner Reise --
Liebe Grüße von Angelika --

Wie lange wirst du unterwegs sein?

Liebe Angelika,

schön von dir zu hören!! Es ist nicht so, dass es sich lohnt jede Nacht auf die Mitternachtssonne zu warten, wie du unten siehst. Aber die Uhren ticken hier schon anders. Häufig höre ich, schlafen können wir im Winter.  Ich passe mich langsam an und habe heute um 20 Uhr erst mal Kaffee getrunken,  damit ich meine Freunde um 22.15 zum Abendessen bekochen kann.  Kinder die zu Mitternacht ein Foto vom Angeln schicken ist auch normal. Wie lange ich bleibe lasse ich ganz offen, solange ich nicht in mein Haus zurück komme besteht die Option zu bleiben.  Ich höre mich auch nach Arbeit um. Bei einem Charterunternehmen wurde es fürs erste nichts. Morgen schaue ich mir eine Veranda an, die fertig zu machen ist.  Heute waren Schweinswale um mich rum, das ist dann schon besonders.  Das sind ganz kleine putzige. Einen Rücken kann man auf dem Foto vielleicht erkennen. 

Liebe Grüße 

Djupvik

Auf Aroya lerne ich noch ein junges Paar kennen die in Kapstadt, also das andere Kap, da ganz im Süden, leben, er aus GB sie  aus den Niederlanden und die haben sich letztes Jahr hier ein Boot gekauft und verbringen den Sommer auf ihrem noch kleineren und ebenso alten Boot wie meines. Man trifft schon außergewöhnliche Leute unterwegs.  Die machen sich jetzt auch auf in Richtung Helgelandskusten auf einer ähnlichen Route wie ich und so bin ich guter Dinge sie wieder zu sehen. 

Am späten Nachmittag, als sich Wetter und Wellen beruhigt haben, mache ich mich hierher auf den Weg. Vor dem Haus von Janette und Svein kann ich an der Boje liegen und das geht nur bei ruhiger See. Wir halten einen Schwatz mit Blick auf die Lyngen Alpen. Sie leben in einem jener Standdardhäuser, die nach dem Krieg, da wir alles niedergebrannt haben, im Süden gefertigt und dann hier aufgebaut wurden, damit die Bevölkerung in ihre Heimat zurückkehren konnte. 

Später mache ich mich auf nach Olderdalen, wo ich heute Abend die 6 Elveneses mit einem Berg Pfannkuchen,  Hasche und Salat versorgen will.  Na vielleicht noch ein Glas Nutella dazu? 

Ein Morgenbad gibt es heute nicht,  hier fliesst direkt ein Bach in den Fjord. Später vielleicht, wenn ich weiter draußen bin und nach den Schweinswalen Ausschau halte, die ich hier eigentlich immer gesehen habe. 

Ihr seht,  schon wieder ein ganzer Tag verplant ohne Einsamkeit oder Langeweile. 

Adieu Charlie 

Charlie Dalin, der trotz seiner Krebserkrankung die Vendeeglobe 2025  (alleine rund um die Welt) in der Rekordzeit von knapp 65 Tagen gewonnen hat und 2021 schon als erster die Ziellinie übersegelt hat, ist mit 42 Jahren gestorben. 

Aroyaholmen Lyngenfjord

Ausgiebig Sauna mit erfrischenden Sprüngen ins Meer, warme Süßwasserdusche, rasieren und dann regnet es, 13 Grad. Gemütlich in der Kajüte. Die Reparaturen draußen müssen warten. 

es lohnt sich deine Fotos auf dem Blog anzugucken. Sie sind noch beeindruckender als auf dem Handy .....
brrrr echter "Eisbader" bei 10 Grad brrrr

Danke,  freut mich.  Obwohl es trotzdem nur Fotos von meinem nicht gerade high end Mobiltelefon sind. Der teure Versuch die von meiner Kamera aufs Tablet zu bringen ist leider gescheitert. 

In Natura wird es noch ein bisschen beeindruckender.

Ihr seid nicht mehr auf dem Boot,  oder? Seh es nur in Kappeln stehen. 

Jetzt geht es zum Holz sägen für die Sauna. 

Liebe Grüße 

Aroya

Los vom Ankerplatz unter Segeln dann kreuzen bis Lyngenstva ca. 20 Seemeilen bei 5 - 6 Beaufort, dann abbiegen achterlicher Wind weitere 20 Seemeilen.  Dann mal wieder ein Winddreher um180 Grad innerhalb von zwei Minuten. Bekomme gerade noch das Vorsegel weggerollt.  Nach 2 Minuten ist der Spuk vorbei und das mit dem Wind auch. Unter Motor kann ich mir dann die Eisstelle anschauen, ich dachte ich könnte daran festmachen. Kurz davor zeigt das Echolot 0,9 Meter, wahrscheinlich Kraut über einer Untiefe, aber besser nichts riskieren.  Insgesamt heute also 50 - 60 Seemeilen bei Starkwind, das reicht.  Morgen lockt die Sauna!

Nipoya über Eidkjosen

Super Segeln heute und dann das Ankermanöver unter Segeln, macht einfach Spaß. 

Das Wasser hat die 10 Grad Marke überschritten und lädt morgens bei 20 Grad Lufttemperatur zu einem erweckenden Bad ein. 

Übrigens ist Ella-Marie norwegische Jugendmeisterin im Fliegenfischen -Gratulation!

 

Das war sicherlich ein berührendes Erlebnis für dich. Bin gespannt und freue mich auf deine Erzählungen

Ja,  es war wirklich eine sehr schöne Zeremonie und anschließende Feier in einem großen Familien und Freundeskreis. Die Zeremonie war in Sami und auf norwegisch wovon ich natürlich so gut wie nichts verstanden habe.  Die Freundlichkeit und Offenheit der Menschen auf der Feier war so wohltuend für mich.  Es gab viele nette Gespräche und in meiner Kluft und mit meiner Segelei konnte ich auch bei Manchen ein wenig Neugier wecken, sodass ich Kontakte knüpfen und mich über die eine und andere Einladung freuen durfte.  Dazu war hier eine äußerst musikalische Truppe vereint, sodass jedes Instrument mehrfach besetzt werden konnte. Klavier, Bratsche,  Violine, Gitarre und natürlich Gesang. Am nächsten Morgen ging es weiter mit einem Aufräumfrühstück und bis in den Abend hinein wurden dann bei den Elvenes zuhause die reichlich vorhandenen Reste an Essen und Torten in kleinerer fröhlicher Runde verspeist.

Ella-Marie Konfirmation 

Ich schicke mal was vorab 

Es gäbe viele wunderschöne Bilder von wunderbaren Menschen zu zeigen, aber das kann ich nicht. 

Was ich nicht wusste ist, dass es eine Konfirmation nur für Sami war.  So war es in der Kirche 2 sprachig, Sami und Norwegisch.  Es hat mich sehr bewegt!  Ich werde versuchen euch in den nächsten Tagen von den eindrücklichen Erlebnissen dieser 2 wunderbaren Tage zu erzählen. 

Tromsö 

Tromsö ist ein echter Segel Hotspot, vielleicht 20 Yachten liegen hier aus aller Frauen Länder. Jene die nach Svalbard wollen, welche die kehrt machen, die, die überwintert haben, oder mit ihrem 10 Meter Boot auf der Wikinger Route zurück nach Kanada segeln und auch die,  die fürs Chorfestival heute morgen neben mir üben. Der Gesang der Sirene drang durch die offene Luke beim Aufwachen zu mir herein.  Vorsorglich habe ich mich den Rest des Tages am Mast festgebunden. Wer sich nicht erinnert lese in der Odyssee nach oder guckt halt nochmal den Film. Aus der Höhle des Polyphem retten mich ja auch jede Nacht die Lammfelle, die es übrigens bei Caroline zu kaufen gibt, den Kontakt gebe ich gerne weiter. 

Ich mache mich als Influenza, erst Geschichten erzählen und zum Schluß noch den Sponsor erwähnen. 

Nee, Junge, du bist alles andere denn ne Pfeife: "eintönig" bist du allerletzt!!!! ----

Freunde wärmen einem die Seele. 

Auch die!, die sich in neckartenzlingen um kaputte Waschmaschine und Durchlauferhitzer kümmern. 

Tromsö 

Orgelkonzert in der Eismeerkathedrale, leider schwach besucht. Gibt's jeden Dienstag und Donnerstag 21.00. 3001 Pfeifen,  eine sitzt im Publikum. 

Die meisten der 17 Punkte auf meiner tuDu Liste habe ich heute abgearbeitet. Du warst ja wieder nicht da, falls Du morgen kommst,  kannst Du den Rest machen. 

Tromsö

Nach 380 Seemeilen 

Das erste morgendliche Bad im Meer, sehr erfrischend. 

Durch den Rystraumen haben mich knapp 4 Knoten geschoben, das ist dann leichtes Segeln. Bis Tromsö schiebt mich mindestens 1 Knoten weiter. 

Schon wieder erreiche ich Tromsö bei über 20 Grad, in der Sonne ist es schon zu heiß. 

Ryoya

über Sommaroya wo ich extra für euch um 12 auf den Berg steige um ein Foto der Mitternachtssonne zu machen. Schönes Segeln an beiden Tagen. 

Am kleinen Anleger bei Ryoya, wo bis vor ein paar Jahren eine Herde Moschusochsen zu wissenschaftlichen Zwecken angesiedelt war, treffe ich Kevin. Er lädt mich ein, eine Runde mit dem Jetski zu drehen. Ausgerechnet das am stärksten motorisierte, das im Handel erhältlich ist. Eine Runde um Ryoya drehen wir. Ich schaffe es bis maximal 60 km. Dann bin ich Sozius und er zeigt mir wie es wirklich geht, zumindest wenn er einen Passagier hat. 120 km. Total verrückt und ein Adrenalinschock. Berauschend, aber ich bin doch letztlich lieber ganz gemütlich auf dem Wasser unterwegs. Aber Danke, dass ich das mal ausprobieren durfte. 

Heute erreichen wir hier die 20 Grad und ich will gleich mal versuchen mich im Meer zu erfrischen.

Dann geht es durch den Ryoyastrom nach Tromsö. Um 12.45 setzt der maximale Strom mit 3,75 Knoten in die richtige Richtung. Da Neumond ist,  sind Tide und Strom relativ schwach. 

Also: Arthrose im Knie ist anders, du junger Hüpfer! Ich bewundere dich ob deiner physischen und psychischen Konstitution. . Und bin dankbar für die Bilder, die sie abwirft!

Fjordgard

Heute doch mal nur eine kleine Wanderung auf den Arnakken mit 359 Metern.  Meine Knie danken es mir. 

 

Fjordgard

Wetterbericht: Windstärke 6 von gegenan, 1,6 bis 3,0 Meter Welle, 0,5 Knoten Strömung gegenan.  Das sind noch go Bedingungen für mich kleinen Hüpfer.  

Hoch auf Segla?  Weiß nicht ob meine Knie das mögen. 

Hesten 559 m

Heute also die Wanderung zum Hesten wie vor 2 Jahren bereits. Es hat schon einige Leute. Derzeit werden an einer Stelle Holztreppen gebaut,  ich vermute um der Erosion durch den Andrang entgegen zu wirken. Segla, also der Berg auf den Bildern ist 640 Meter hoch und leichter zu erklimmen als es aussieht. Vor 2 Jahren war ich oben. 

Hallo Winfried
Das ist schon eine bizzare Landschaft, aber wunderschön.
Liebe Grüße und viele schöne Eindrücke?

Hej Conni, dein Eintrag war ein bischen weit unten, deswegen habe ich den erst heute gesehen.  Liebe Grüße 

Segla 

Von unterwegs und vom Hafen 

 

Fjordgard

Erstaunlicherwese immer noch ein Geheimtipp. Obwohl man von hier zum Segla steigen kann, der in den gesellschaftlichen Medien gepriesen wird. Der kleine Hafen ist noch nicht einmal im norwegischen online Hafenführer, in den jeder Nutzer Häfen und Ankerplätze eintragen kann.  Möge es noch eine Weile so bleiben. 

Letzte Nacht haben die Trolle Puderzucker auf den umliegenden Bergspitzen verteilt, korrespondiert sehr gut mit der weißen Gischt und den brechenden Wellen auf den Untiefen.

Was für ein Tag einmal mehr.  Recht kompliziert aus Hamn raus zu kommen wenn man die offene See noch meiden will, da 3 Meter Welle bei wenig Wind richtig nervt. So wars dann auch am ersten Kap. Bleibt weg von den Kaps! Sag ich ja immer, ich hatte heute 3 davon bei auflaufender Welle. Nach dem ersten Kap war der Wind aber da und es lief wie der Teufel. Selber zu steuern war ein einziger Spaß. In Spitze bin ich 8,5 Knoten gelaufen.  Nach dem 3. Kap Winddreher um 130 Grad (sagte ich schon bleibt...), also Motor, aber im Fjord kam die Welle von hinten und hat bald abgenommen.  Also noch ums Abendessen kümmern.  Mit der Schleppangel ziehe ich innerhalb weniger Minuten 3 Köhler (Seelachse) auf einmal heraus.  Knapp 60 cm lang habe ich leicht für 4 Tage zu essen. Ausnehmen, filetieren, vorbereiten für die nächsten Mahlzeiten (aus einem Teil mache ich Frikadellen, die halten ein paar Tage) Bin also wieder gut beschäftigt bei der Ankunft im Hafen. Zucchinigemüse als Beilage will dann ja auch noch gemacht sein. 

Alternativ hätte ich morgen starten können, da sind knapp 4 Meter Welle angesagt.  Letztlich ist der Intervall und ob der Wind passt entscheidender als die bloße Wellenhöhe. Mit 12 Sekunden sind das angenehme lange Wellen, die nur in Landnähe durch die Reflexion der Wellen lästig werden. 

Lieber Winfried,
in den Fotos möchte man am liebsten versinken. Eins schöner wie's andere. Und sicher noch viel schöner wenn man mittendrin ist. Stelle fest, dass Du mehr Selfies machst --.
Ja, was bei uns wettertechnisch geboten ist weißt Du ja schon, und zum Glück wird es bei Dir dann auch wärmer.
Gut, dass Du die Einsamkeit im Griff hast. Es gibt sie auch auf dem Festland.
Viele liebe Grüße Walle

Liebe Walle, 

also "versinken" versuche ich auch weiterhin mit allen Kräften zu vermeiden, aber wenn du das in den Bildern tust, freut mich das natürlich. Ja Einsamkeit gibt's natürlich überall, hier ist sie ein kleiner Preis für die Freiheit und die kleinen Abenteuer auf meinem Männerspielplatz.

Heute war mit 6 Grad schon saukalt (wie der Wetterbericht versprochen hat, hat es nachmittags nicht mehr geregnet, nur Graupel) aber mir wurden aus allen Ecken Europas ein paar Grad abgegeben, es dauert halt noch ein wenig bis die hier ankommen.  Morgen ist das Expressgut schon da, es werden 10 Grad und Sonnenschein. Überlege ob ich auf den Hesten erst am späten Abend steige und Segla in der Mitternachtssonne anschaue - wie romantisch, oder doch eher einsam? 

Liebe Grüße Winfried 

Wetterwechsel morgen Nachmittag. 

Bis 20 Grad in 10 Tagen. Yippie 

Dafür 3.20 max Wellenhöhe 8s Intervall, wird lustig. 

Also, er funktioniert doch, der innereuropäische Güterausgleich. Unsere 20 Grad werden zu dir geliefert; dein Wind ist bei uns schon angekommen. Heute auf dem Fahrrad so viel Gegenwind, dass ich dich innerlich hände- und luftringend fragte: wie muss ich jetzt steuern, dass mich der Wind schiebt? Ohne Antwort; auch ne Form von frustrierender Einsamkeit. Wünsch dir bald über 2075 km hinweg (so weit sind wir im Moment gerade auseinander) verbindende Sonne fürs Gemüt.

Ganz enfach de Pläne ändern und n de andere rchtung fahren.

Hamn i Senja

Heute bin schwer in den Tag gekommen, manchmal kriecht die Einsamkeit morgens mit unter die Bettdecke. Nach einem Kaffee gings schon besser und dann war ich erstmal durch die Reparatur der Toilette mit anderem beschäftigt. Mittagessen und dann rauf auf den Sukkertoppen. Nicht ganz hoch, dort wird es mir zu steil und ich bekomme Angst.  Etwas weiter wollte ich zwar noch,  aber da war ein kleines Schneefeld und darauf hatte ich keinen Bock.  Mittlerweile kam die Sonne heraus und alle Mühsal des Morgens waren vergessen. Unten angekommen,  es war mittlerweile 4, habe ich beschlossen doch nicht weiter zu ziehen,  denn das Wetter, wie ihr sehen werdet sahs mir im Nacken.  Die Entscheidung gefällt war ich gleich so viel entspannter.  Waschmaschine und Trockner sind in der Hafengebühr auch inbegriffen, sodass ich die Chance genutzt habe.  Nach der Sauna in frische Bettwäsche schlüpfen ist doch herrlich. Dass die Schlechtwetterfront ihre besondere Atmosphäre hat seht ihr,  mindestens bevor sie da ist. 

Und gesegelt wird auch mit dem letzten Lüftchen. 

Andenes Bildernachtrag zwischen Aufbruch und Geisterstadt

 

 

Hamn i Senja, 

Von Sto, wo es mit 8 Beaufort geblasen hat, bin ich über Risoyhamn und Andenes hierher.  Andenes entwickelt sich rasant und ist doch weiter ein Geisterort im nirgendwo.  Das Raketentestgelände wird natürlich ausgebaut, unter Wasser geht es um Uboot Sachen, mehr habe ich nicht verstanden.  Der Start der Rakete des Münchner Unternehmens wurde bekanntlich durch einen Fischer verhindert, der ins Sperrgebiet gefahren ist. Mein Stegnachbar,selber Fischer meinte, sabotiert.  Er weiß für mich spannendes zu erzählen.  So seien die Fangmengen hier in den letzten 5 Jahren um 75 % eingebrochen. Er sieht die Flotte der großen Trawler als Ursache, die die kleinen Fische nicht aussortieren. Das selbe ist bereits um 1910 schon einmal passiert. Da waren es englische und deutsche Trawler.  Er fischt nur mit Langleine, damit hat er an einem Tag schon 3 Tonnen gefischt, an einem anderen Tag sind es halt auch nur mal 300 Kilo. 

Sehr spannend wird hier "The whale" eine futuristische Architektur in Walform. Im Bau, soll 2027 fertig sein. Muss ich dann unbedingt noch sehen. Erhebt sich wie der Buckel eines Wals aus dem Gelände und die Fensterfront zum Meer wird aussehen wie das Maul eines Bartenwals. Tja nachdem ich mir die Homepage angeschaut habe und das lohnt sich, scheint es eher die Flosse eines abtauchenden Buckelwales zu sein und die Fensterfronten sind das herunter laufende Wasser. Sehr beeindruckend. 

Die Konfirmation zu der ich in Tromsö eingeladen bin ist erst am 6.6.,also noch reichlich Zeit. 

An die Temperaturen habe ich mich gewöhnt, heute, bei wenig Wind und 10 Grad mit etwas Sonne habe ich es schon ganz angenehm empfunden. Aber 20 Grad wie im Baltikum wäre natürlich ein Traum, Freiburger Temperaturen brauche ich bestimmt nicht.  Dusche und Sauna gab es heute auch schon und inklusive Hafengebühr für 28 Euro ist bezahlbar. 

Für die nächsten Tage plane ich Wanderungen zum Sukkertoppen und Segla.

 

Hallo Winfried, ich schicke dir mal 10 Grad aus Freiburg auf die ich sehr gut verzichten könnte. War heute mal mit dem ----‍♀️ in den Weinbergen unterwegs-- . Mögen Nebel und Wolken bei dir verschwinden, damit du auch was von der Mitternachtssonne hast.
Freue mich dann auf weitere Fotos , liebe Grüße Sabine

Die Mitternachtssonne geht hier noch bis Ende Juli, also noch etwas Zeit 

Liebe Grüße 

Danke,  vorhin sah es fast so aus als ob das heute klappen könnte und es wäre der perfekte Ort. Vor 2 Jahren saß ich hier im Whirlpool und habe mir das angeschaut, heute wird es aber doch nichts. 

Hi Winfried, aus Litauen nen freundschaftlichen Gruß. Teilen Langsamkeit und Alleinsein im Erfahren mit dir. Allerdings nicht dein Wetter: haben sonnige 20 Grad, Wind, regenlos. "Alles im Leben kostet was", meinte mein Vater. Du hast die tollste, beneidenswerte Geografie, wir halt dafür den mit-sommerlichen Durchschnitt. War übrigens deine samische Konfirmation bereits? Freue mich auf und über dein nächstes Erzählen. Und schick dir ein Lächeln.

Hi Winfried, Grüße vom Gütle, da kommen wir grad verschwitzt her. Max. Temp. 33,2 °, und kein Regen in Sicht. Ganz anders bei Dir da oben. Alles Beste und immer ne handbreit Wasser unterm Kiel!

Hallo ihr zwei, 

ich wollte immer mal anrufen um den Blog durchzugehen,aber dann immer auch wieder vergessen. Jetzt habt ihr ihn ja auch so gefunden. Also 33 Grad und das noch nicht mal in der Stadt brauche ich echt nicht,  aber mal wieder über 10 Grad wäre schon nicht schlecht.  Es bleibt aber so,  bzw wird sogar noch kälter.  Möge irgendwann der Sommer kommen. Heute 8 Beaufort, 8 Grad und Regen brr. 

Liebe Grüße Winfried 

Sto

Der Abend im Pub war es sehr interessant. Die Neueröffnung des renovierten Pubs, die ganze Familie, die sich mt Arbeitseifer um den ehemalgen Handelsplatz kümmert war da und auch ich.

Sonst grau in grau bei 8 Grad. 

Skipneset

 Orcasuchbild. teilweise waren sie aber auf 50 Meter am Boot

Ab heute hier Mitternachtssonne - hinter den Wolken.

Hallo lieber Winfried,
Mann du machst mich so neidisch und mich packt die Reiselust! In Freuede auf mehr Bilder wünsche ich dir schönen Sommer!!! Sophia

Hallo Sophia,

dafür waren es heute nur 8 Grad und Nebel, jetzt regnet es und es wird in den nächsten Tagen auch so bleiben. Der Wetterbericht ändert sich ständig und immerhin sollen die Tageshöchsttemperaturen in den nächsten Tagen nicht mehr nur 6 Grad sondern 8-10 betragen. Dafür hat mich heute eine kleine Gruppe Orcas etwa 45 Minuten lang begleitet. Ist ne gute Gegend hier für Wale, es gibt keine Sandbänke. Papageientaucher gabs heute auch, aber insgesamt erschreckend wenig Vögel. Gefühlt jedes Jahr weniger. Hier habe ich einen schönen Platz mit super Duschen und der Pub öffnet um 9. Bin gespannt wer da kommt, hier is nämlich eigentlich nichts und niemand. liebe Grüße in den Sommer

Gaukvaeroya

Eine Insel im Nirgendwo. Westlich sind noch einige Felsen und dann Grönland. Bewohnt bis 1953. Fundamente sind noch zu erkennen. Ich glaube Pedder und Aage haben mir schon von der Nähmaschine erzählt, das Erstaunliche, dass sie noch nicht gestohlen wurde, aber hier kommen so gut wie keine Touristen her.

Skipoya nördlich Raftsund

Hier wollte ich schon immer mal ankern. Ich erwarte eine ruhige Nacht, erst morgen früh soll es mit 6 Beaufort wehen. 50 Meter Ankerkette sind draußen, das lässt mich ruhig schlafen.

Der Wind hat heute leider so gar nicht das gemacht, was der Wetterbericht ihm gesagt hat. So musste ich den ganzen Tag unter Motor fahren. Als ich Richtung Ankerplatz gefahren bin, habe ich den Nebel schon gesehen und tatsächlich habe ich es geschafft, den ganzen Tag herrlichen Sonnenschein zu haben und dann im Nebel zu ankern. Der hat sich dann aber auf wunderbare Weise verzogen. Ständig hat das Licht gewechselt, es war einfach magisch.

Unterwegs habe ich 2 Köhler und einen Dorsch gefangen und bin jetzt wieder mit Fisch versorgt.

Heute geht die Sonne nicht mehr unter! Erst morgen um 00.01 Uhr sie geht dann um 1.59 wieder auf. Das Ganze wegen der Sommerzeit und der Verschiebung zu Greenwich. Also ist heute eine unechte, wie ich das mal nenne, Mitternachtssonne zu sehen. In wenigen Tagen ist es dann wirklich so weit, dass sie nicht mehr unter geht. Kommt natürlich auch darauf an wie schnell ich mich nördlich bewege.

also erstmal bin ich unendlich neidisch...aber in positivem sinne.
das eine oder andere foto kommt mir doch sehr bekannt vor und weckt erinnerungen.
ich wünsche dir weiterhin alles gute.
machs gut
liebe grüsse heiner

Svolvaer

bewölkt, manchmal etwas Nieselregen aber mit 13 Grad recht warm

Vorgestern habe ich auf dem Kajütboden so eine alte Duschmarke gefunden, so mit Schlitzen, die man ganz früher benutzt hat. Wo kommt die denn her? Schmeiss ich die weg? Der Schwabe steckt sie erst mal in die Hosentasche. Hier in Svolvaer wird die Dusche natürlich per App bezahlt. Aber neben dem Terminal hängt ein alter Automat für Duschmünzen in den meine tatsächlich passt. Zufälle gibts. 4.50 gespart, da kann ich mir heute Abend doch gleich den Lammbraten für 45.- erlauben. Wer eine Schieflage in der Rechnung bemerkt möge sie für sich behalten.

Skrova - Svolvaer

Auf meiner Wanderung auf Skrova treffe ich 2 Australierinnen, die meinten, das sei vielleicht die schönste ihrer Wanderungen überhaupt gewesen.

Gemütliche 6 Seemeilen nach Svolvaer, wo ich meinen Segelfreund Pedder wiedertreffe.

 

Skrova - Lofoten

gestartet in den letzten Regenschauern und gelandet nach ca 90 km bei schönstem Sonnenschein

Meine Followerinnen haben mich aber schwer enttäuscht, ein "your a 10!" hätte ich nach meinem gestrigen Kommentar schon erwartet.

 

Landegode - Kjerringoy

Landegode ist wie der Riese in Jim Knopf und Luckas der Lokomotivführer. Aus der Ferne wirkt sie riesig, aus der Nähe ganz normal für helgeländische Verhältnisse.

Kjerringoy, bin hier am Verfassungstag und damit dem Nationalfeiertag, viele tragen Tracht, also dresse ich mich auch up to the nine, gönne mir ein Buffet, Waschmaschine und Dusche. Der Dorsch ist filletiert und für morgen schon gemehlt - dann wird er viel besser.

Bei der Besichtigung der Kjerringoy Handelsted frage ich mich, wie Menschen einen so friedvollen Ort schaffen können und sich andererseits die Hölle auf Erden bereiten im Stande sind.

Für den Zimmerer interessant, was machen die Löcher in der Wand? Und die einfachsten statischen Massnahmen können die effektivsten sein.

Morgen vielleicht über den Westfjord? Der Wind scheint günstig. Seht ihr wie die Lofoten in fast 100 km Entfernung leuchten?

Vag Havn

Sonne 14 Grad, Wind von 0 - 6 aus allen Richtungen. Man muss hier einfach immer auf alles gefasst sein. Ich angle bei Flaute einen Dorsch und muss unter Motor weiter. Nach 30 Minuten kachelt es und ich laufe Hart am Wind nur unter Vorsegel, weil de Boen so schnell kamen, dass ich das Grosssegel nur noch herunter nehmen konnte (Reffen dauert eine Minute länger). Trotzdem Klasse Segeln heute zwischen 6 und 7,5 Knoten. Anlegen bei den Boen auch nicht ganz einfach aber längsseits an einem Katamaran bietet sich an. Die gehen morgen um 7 Uhr los, also Wecker stellen. Manche fragen, was ich denn abends so mache und das habe ich vergessen wenn ich in Deutschland bin. Aber wie heute auch an den anderen Abenden falle ich früh komatös in den Schlaf. Den Fisch ausnehmen, filetieren, braten, mehlen und verpacken für morgen muss ich ja auch noch.

Bolga

Vor dem "Frühstück" 2 Stunden auf den Bolgtinden (338 m) und zurück. Sehr schön, steil, teilweise helfen Seile beim kraxeln. Wieder beeindruckend, die lofoten sind 100 km entfernt und trotzdem gut zu erkennen.

Pause, abarbeiten der tu Du Liste und noch eine Stunde Strandspaziergang. Dann kommt der Regen und ich kann mich beruhigt in meine Kajüte zum Bier zurückziehen. Ist auch genug für einen Tag, kochen und einen Plan für morgen machen steht ja auch noch an. Gar nicht so einfach, weil sich der Wetterbericht laufend ändert. Die Frage ist, laufe ich bei Windstärke 7 oder erst bei Windstärke 6 aus. Würde gerne vorher noch einen Dorsch fangen.

Rödoya - Bolga

auf Rödoya lege ich unter Segeln an und ab, macht einfach mehr Spass als den Motor zu nutzen, auch wenn ich dadurch heute eine Seemeile mehr kreuzen musste.

Heute früh die wunderbare Wanderung auf 440 Meter - endlich wieder, ich habe mich gestern schon darauf gefreut. Beeindruckender Blick auf die Helgelandskusten, den Svartisengletscher und im Norden, wo das Wolkenband, steht, liegen die Lovoten.

Heute also gegen den Wind 10 Seemeilen nach Bolga bei 5 Beaufort gekreuzt. Für morgen war stürmischer Wind mit Regen aus Süd angekündigt, jetzt bleibt es wohl bei Starkwind und Regen von Norden. Also plane ich nochmals eine Wanderung für morgen früh, solange es hoffentlich noch nicht regnet und dann meine tu Du Liste abarbeiten. 

Hier am Liegeplatz lerne ich den schwedischen Eigner des Restaurants kennen, ich kann umsonst liegen und duschen. 

Outward bound

Bound for Tromsö

Ist das herrlich wieder auf See zu sein! Auch wenn nach einer Seemeile der neue Autopilot in der Wende ausfällt. Nur die Sicherung, kein Wunder ich hatte eine 2 Ampersicherung eingesetzt und empfohlen werden 12. Jetzt schnurrt er wieder. Und ich kann Kaffee trinken, Müsli essen, aufräumen und Blog schreiben. Ich fahre gemütlich mit 1,8 Knoten (3 km/h) und bin einfach glücklich über mein Leben an Bord. 

Nach Tromsö sind es Luftlinie 244 Seemeilen, also ungefähr 450 km. dafür habe ich jetzt 3 Wochen Zeit, also muss ich mich Luftlinie jeden Tag 10 Seemeilen nähern. das sollte kein Problem sein, wenn es keine größeren Schwierigkeiten mit dem Wetter oder Reparaturen gibt. Die empfohlene Route wären 275 Seemeilen(sm) also rund 300.

Nesna

Die meisten denken wohl so ein Seglerleben ist ein Faules, aber mindestens vor einer Reise weit gefehlt. Als ich vor 2 Tagen über all die tausend Kleinigkeiten die es zu erledigen gibt nachgedacht habe, wurde ich ganz unruhig. Aber heute ist schon das Meiste erledigt. Alles ist verstaut und alles innen geputzt, die diversen kleinen Wasserlachen in den verschiedenen Ecken sind entfernt, die Bilge geputzt, die Segel angeschlagen, der neue Autopilot mit Stecker eingebaut, das Solarpanel ebenso, die Windsteueranlage fast angebracht. Der Staubsauger aufgehängt, eine Stromleitung verlegt, die Ölpumpe eingebaut, übervolles Kühlwasser geleert, Schlauchboot aufgepumpt, Fender gereinigt, Wasser und Diesel gebunkert, Batterien gemessen und getestet und wieder und wahrscheinlich brauche ich eine Neue. Boot aus dem Wasser mit Hindernissen, da ich 10 cm mehr Tiefgang habe als gedacht und so mussten wir eine ganze Weile auf das auflaufende Wasser warten. Wellenanode angebracht, Unterwasserschiff gereinigt und die Seepocken abgespachtelt. Morgen abdichten, Gas kaufen Batterie kaufen, verproviantieren. Die Delamination am Ruder ignorieren, zuschmieren und das Problem ein anderes Mal lösen. Mit einem einzelnen großen Berg Arbeit kommen ich leichter zurecht als mit den vielen kleinen Aufgaben. Einkaufen und kochen muss ich nebenbei ja auch noch. Jedenfalls schlafe ich wie ein Eisbär. Ich hoffe, am Dienstag oder Mittwoch auslaufen zu können.

Hallo Winfried, die ersten Bilder sind offenbar „Zimmermanns-Bilder“, soviel Holz in allen Variationen. Ich werde Deine Reise wieder verfolgen und bin gespannt, wo und wann sie für dieses Jahr endet. Schade, dass ich nicht in Kassel war, aber meine (Motor-) Bootstour in Irland hatte auch ihren Reiz. Ich mag diese „grüne Insel“. Würde gerne wieder hin. Gute Reise weiterhin.

Nesna

nach 2500 km bin ich gestern in Nesna (knapp südlich vom Polarkreis) angekommen. Heute war ein sehr schöner, sonniger Tag mit etwa 12 Grad. Morgen gibt es Regenschauer. Es gibt wieder endlos viele Kleinigkeiten zu erledigen. Tatsächlich war die Ölpumpe in 10 Minuten getauscht. Ob es der Fehler war, lässt sich noch nicht sagen. Beim ersten Start war wieder kein Öldruck, bei allen weiteren sofort. Um Gas zu kaufen muss ich 60 km nach Mo I Rana fahren. Sonntag abend kommt das Boot zur Reinigung aus dem Wasser.

Ich freue mich auf deine neue Reise und auf deine Berichte! Die ersten Eindrücke sind schon mal herrlich. Gute Zeit im Norden und liebe Grüße aus dem Süden

Oben ohne in Trondheim

 Bei einzelnen Graupelschauern.

Nach 2000 km - morgen noch 430 dafür werde ich über 7 Stunden brauchen.

Hej, guten Morgen, so viele Hütten in schöner sonniger Landschaft begrüßen dich . Da wird es doch bestimmt eine gute Gelegenheit zur Erholung nach der Fahrt geben.

Türen

Bonlanden - Jotunheimen Nationalpark

über Schwäbisch Hall, Schwetzingen und Kassel geht es nach Hirtshals und mit der 22.30 Fähre nach Larvik. Von dort schon um 3.00 Uhr nach Heddal zur größten Stabkirche Norwegens. Weiter zu den Stabkirchen in Nore und Uvdal. es ist für mich faszinierend diese alten Bautechniken bewundern zu können und umso trauriger, dass ich sie, weil vor der Saison, nicht von innen bewundern kann. Um die Kirche in Uvdal herum gruppiert sich ein Freilichtmuseum. An einzelnen Häusern kann man den Unterschied zwischen Blockbauweise und Stabbauweise gut erkennen. Wie es dazu kam und vieles mehr würde ich gerne fragen. Mein Weg führt mich durch grandiose Landschaften bis zum Jotunheimen Nationalpark wo noch bis zu 3 Meter Schnee auf 800 Metern liegen. Es ist zunächst etwas schwierig eine Unterkunft zu finden, die Hotels am Skigebiet schrecken mich ab und so bin ich glücklich eine Hütte und Abendessen zu finden. 

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